BuiltWithNOF
Generator

Wird Metall durch ein Magnetfeld bewegt, so wird im Metall Spannung induziert. Diese ist um so höher, je schneller die Bewegung durch die Kraftlinien des Magnet- feldes ist. Bei einer rotierenden Bewegung in einem homogenen Magnetfeld entsteht ein sinusförmiger Spannungsverlauf. Das Bild links soll eine Leiterschleife in einem homogenen Magnetfeld (blaue Linien) darstellen. Wird die Schleife jetzt um den Mittelpunkt gedreht, wird in Spannung induziert. Je mehr Feldlinien pro Zeit durch- quert werden, um so höher ist die Spannung. Das heisst, bei einer schnellen Drehbewegung durch das Magnetfeld erreiche ich eine höhere Spannung, als wenn ich nur langsam drehe. Aufgrund der Stellung der Schleife zum

Magnetfeld verändert sich auch die Höhe der Spannung. Wenn man sich den Punkt A ansieht, durchquert er, bei konstanter Drehbewegung, von 0-45° weniger blaue Linien als von 45-90°. So ist also die Spannung bei 90° am höchsten und geht bei 180° (immer Punkt A verfolgen) wieder auf Null. Dann wird das Magnetische Feld in die andere Richtung durchquert, dadurch bekommt die Spannung ein anderes Vorzeichen. An der Höhe der Spannung ändert sich dadurch nichts (die maximale Spannung ist bei 270°). Das negative Vorzeichen bedeudet nichts anderes,

als das nun der Strom in die andere Richtung fliesst. Was man als Strom bezeichnet sind Elektronen, die sich durch den Leiter bewegen. Bei Wechselstrom und das haben wir hier, laufen die Elektronen immer hin und her. Die oben abgebildete Sinusschwingung stellt den Verlauf der Spannung dar, die bei einer Umdrehung (einer Periode) des Bügels entsteht. Wieviel Perioden in einer Sekunde durchlaufen werden, wird als Frequenz bezeichnet. Im Stromnetz ist die Frequenz 50 Hz (Herz), d.h. pro Sekunde hat man 50 aneinander gereihte Sinusschwingungen. Weiter elektrische Einheit, neben der Spannung, ist die Stromstärke, die in Ampere gemessen wird. Sie besagt, wieviel Elektronen sich an jeder Stelle des Leiterquerschnittes pro Sekunde bewegen.

Die Lichtmaschine

Der elektrische Strom wird, laut Yamaha, im Wechselstrom-Schwungmagnet- generator (oder auch Lichtmaschine) erzeugt. Dieser sitzt im Motorengehäuse auf der linken Seite. Schaut man durch den Öleinfüllstutzen, kann man den Generator schon sehen, genauer den Rotormagnet des Generators. Bei der Virago wird nämlich keine Spule durch ein Magnetfeld bewegt, sondern das Magnetfeld bewegt sich um die Spule. Na ja, eigentlich besteht der Rotormagnet, der auf der Kurbelwelle sitzt, aus 6 Dauermagneten und es ist nicht eine, sondern 18 Spulen. Diese sind in einer bestimm- ten Reihenfolge in Reihe miteinander verbunden. Dies könnt ihr auf dem linken Bild sehen. So sind Spule 1-4-7-10-13-16 miteinander verbunden. Wenn man sich nun die Stellung dieser Spulen zum Magneten ansieht, so erkennt man, dass sie zum Magnetpol überall gleich sind. Dies ist notwendig, um aus einer kleinen Baugrösse möglichst viel Leistung aus der Lichtmaschine herauszuholen. Die restlichen Spulen sind durch 2 weiteren Leitungen miteinander verbunden. Es entstehen so drei Kreise, deren Ende alle in einem Punkt miteinander verbunden sind, dem Sternrnpunkt (S). Das andere Ende der 3 Leitungen werden aus dem Generator hinausgeführt. Aus der Lichtmaschine kommen also 3 Leitungen, mit sinusförmigen Spannungsverläufen, die zueinander um 120° versetzt sind (siehe Bild unten).Weil der Rotormagnet auf der Kurbelwelle sitzt ist die Frequenz, als auch die höhe der Spannung, von der Motor- drehzahlabhängig. Die maximale Leistung der Lichtmaschine beträgt bei der XV 535

280 Watt. Damit müssen alle elektrischen Verbraucher versorgt werden. Falls die Batterie nicht mehr richtig geladen werden sollte, auch mal darauf achten, ob evtl. nicht zu viele elektrische Verbraucher zusätzlich montiert wurden.

Prüfung der Lichtmaschine

Ob die Lichtmaschine in Ordnung ist, wird durch die Ermittlung des Ladespulenwider- standes festgestellt. Er kann an der Steckverbindung der Lichtmaschine zum Regler gemessen. Den Stecker findet man unter dem linken Steitendeckel (siehe Bild links). Der Wert soll  zwischen L1-L2, sowie L1-L3 zwischen 0,34-042 Ohm liegen (bezogen auf 20°C).                                                                                                             Wenn es darum geht, das die Batterie immer leer ist, brauch man nicht gleich mit dieser Messung anzufangen. Der Fehler liegt hier meistens bei der Batterie, dass diese nicht mehr in Ordnung ist oder der Gleichrichter/Spannungsregler ist defekt. Ist dies auch nicht der Fall kann ein Kabel irgendwo aufgescheuert sein und Kriechströme die Batterie entladen.

L1 - weiß L2 - weiß L3 - weiß

Farbcode

[Home] [Touren] [XV 535] [Bastelecke] [Technikecke] [Elektische  Anlage] [Fahrwerk] [Grundlagen] [Benzinsystem] [Sonstiges] [Termine] [Gästebuch]