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Der von der Lichtmaschine der Virago erzeugte Wechselstrom hat zwei Nachteile. Zum einen kann man Wechselstrom nicht speichern, der muss immer direkt erzeugt werden, zum anderen stört die von der Drehzahl des Motors abhängigen Frequenz elektronische Bauteile. Deshalb möchte man lieber Gleichstrom haben. Diese Aufgabe übernimmt der Gleichrichter. Er bewirkt, dass Strom nicht mehr hin und her, sondern nur in eine Richtung fliesen kann. Dies erreicht man mit einer Schaltung aus Dioden (sie verhalten sich wie Rückschlagventile). So kann Strom nur noch in eine Richtung fliessen. Der nun erzeugte Spannungsverlauf würde wie auf dem Bild unten aussehen. Es wird der negative Teil der Spannung in den positiven Bereich geklappt. Dieser leicht unruhige Gleichstrom (rote Linie) wird nun zur Batterie geführt, die sich wie ein grosser Kondensator verhält und so die Kurve glättet.
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Ein weiteres Problem ist die von der Drehzahl des Motors abhängige Höhe der in der Lichtmaschine erzeugten Spannung. Der Spannungsregler hat nun die Aufgabe, diese abzusenken wenn ein gewisser Wert überschritten wird. So darf die Bordspannung nicht über 14,4 V steigen, das sonst die Gasungsspannung der Batterie überschritten wird und diese dann zu kochen beginnt. Der Spannungsregler befindet sich zwischen dem Generator und der Batterie. Er hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass die überschüssige Energie vernichtet wird und die Spannung dadurch wieder unter den kritischen Wert fällt. Es entsteht dabei Wärme. Auf dem Bild rechts habe ich das Gussteil einmal abgeschraubt und man sieht auf der Rückseite den eigentlichen Gleichrichter/Spannungsregler, eingebettet im Kühlgehäuse. Man erkennt die drei weissen Leitungen von der Lichtmaschine und die rote Leitung, die über eine Sicherung zur Batterie führt. Das Bauteil ist mit einem schwarzen Kabel noch mit Masse verbunden.
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Prüfung des Reglers/Gleichrichter
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Will man nun testen, ob das Ladesystem richtig arbeitet, so ist dies nicht so einfach. Wird bei laufendem Motor die Spannung an den Batterieklemmen gemessen, so ist dieser Wert nicht aussagekräftig. Es spielen hier zu viele Faktoren mit hinein, z.B. der Zustand der Batterie, sind noch weitere Verbraucher eingeschaltet usw. . Aussagekräftiger ist es, wenn man den Ladestrom misst. Auf dem Diagramm links sieht man, wie sich bei der Lichtmaschine die Stromstärke zur Motordrehzahl verhält. Man sieht, so ab 3000 Umdr/Min ist die maximale Stromstärke erreicht
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Wird nun zwischen dem Pluspol der Batterie und dem roten Kabel ein Amperemeter dazwischen geschaltet, kann man die Stromstärke messen. Dabei darauf achten, dass das Messgerät auch so hohe Ströme aushält. Wenn die Batterie leer ist, muss ein hoher Lade- strom fliessen, ist sie voll ein niedriger. Wenn die Batterie leer ist und man hat nur einen niedrigen Ladestrom, dann spricht viel dafür, dass der Regler defekt ist. Dasselbe gilt, wenn die Klemmenspannung 14,4 V überschreitet. Bei meiner Maschine wird die Klemmenspannung zu jeder Zeit angezeigt. Daher weiss ich, dass die Spannung mit eingeschaltetem Licht beim Start bei 13,0 V liegt. Während der Fahrt steigt der Wert dann auf 13,5 V an. Ohne Licht liegt der Wert in etwa 0,5 Volt höher.
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