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Ker Ys

Im Jahr um 475 nach Chr. war König Gradlon (auch Gallon) der Herrscher über das Reich Cornouaille. Er hatte eine Tochter namens Dahud (auch Dahut oder Ahès). In England fielen zu jener Zeit die Angel uns Sachsen ein und die schon christianisierte Kelten aus England flüchteten in die heutige Bretagne und verbreiteten hier den neuen Glauben. Viele von ihnen sind heute Heilige in der Bretagne. Auch König Gradlon wechselte zum Christentum über. Dahud als Keltin (sie soll sogar eine Priesterin gewesen sein) lebte sich hemmungslos aus. Viele von den Bewohner aus Ys  (oder auch Is) taten es ihr gleich und so galt die Stadt als Stadt des Vergnügens und des Lasters.  Diese lag am Meer und wurde durch ein Schleusensystem vor Fluten geschützt. Der Legende nach hatte der König einen goldnen Schlüssel, mit dem er die Schleusen steuern konnte.

Dahud vergnügte ich nachts mit Männern, die sie nach der Liebesnacht umbrachte. Eines Tages erschien ihr der Teufel in der Form eines besonders reizvollen Mannes und stiftete sie an, dem König den Schlüssel zu stehlen und ihm zu geben. Sie gehorchte dem Teufel und dieser öffnete mit ihm die Schleusen. Es brach eine riesen Flut über die Stadt herein und diese versank im Meer. Der König und dessen Tochter flüchteten auf einem Pferd in Richtung zum rettenden Ufer. Dann hörte Gradlon eine Stimme, die ihn sagte er solle den Dämon (sprich Dahud) ins Meer werfen um sich zu retten. Er gehorchte und nachdem Dahud ertrunken war, wurde das Meer wieder ruhig.

So eine Version der Geschichte, von der es viele gibt. Die Figur der Dahud ist auch etwas un- durchschaubar. In der einen Version ist es die Tochter von Gradlon. Es gibt auch die Variante, das sie auf einem Schiff geboren wurde, mit dem gerade Gradlon unterwegs war. Ihre als un- heimlich geschilderten Mutter übergab Gradlon das Baby. Die abenteuerlichste Version:  Dahud war eine Fee, die zuerst die Frau und Geliebte von Gradlon war und später zu seiner Tochter wurde.

Nach dem Untergang von Ys soll Gradlon Quimper zur neuen Hauptstadt gemacht haben. Und dort, genauer auf der Kathedrale Saint Corentin, befindet sich zwischen den Türmen ein Reiterstandbild, das den König darstellt.

Auf der Suche im Internet nach Texten zu dem Thema fand ich eine Seite über das Theater- stück  “Die Königstochter von Ker Ys”. Wen das Thema interessiert sollte hier mal nachsehen.

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