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Was Obelix als Hinkelsteine bezeichnet sind Menhire. Dies ist eine Zusammensetzung von bretonischen Wörtern und bedeutet “Langer Stein”. Dieser steht einzeln in der Gegend herum. Warum? Ma was es net! Von denen, die sie gebaut haben, ist nichts überliefert. So kann jeder seine eigene Theorie aufstellen. Und Theorien gibt es genug. Sie beginnen damit, dass die Steine Machtsymbole von einzelnen Gruppen waren. Es können aber auch Gedenksteine gewesen sein oder auch im Verbund mit anderen Steinen zu astronomischen Beobachtungen gedient haben. Es gibt auch Leute, die behaupten, dass beim Stellen der Steine Ausserirdische beteiligt waren. Nachdem ich eine Flasche Pernod geleert hatte, habe ich mich einmal mit einem Ausserirdischen unterhalten und dieser hat mir glaubhaft versichert, dass sie mit den Menhiren nichts zu tun hatten. Nach meiner persönlichen Meinung handelt es sich um geweihte Orte, die durch einen solchen Stein markiert wurden. Aber wie schon erwähnt, alles Theorie. Bemerkung am Rande. Der links abgebildete Menhir von Kerolas ist mit 10m der grösste aufrecht stehende Menhir in der Bretagne. Er steht im Ruf, wenn sich Mädchen nackt an ihm reiben, wird ihr Kinderwunsch erfüllt. Nach drei durchgemachten Nächten hinter einem Gebüsch bin ich schlauer. An was sich die Mädchen auch immer reiben mögen, an diesem Menhir nicht. Menhire gehören übrigens zur Megalitenkultur und wurden in der Jungsteinzeit aufgestellt, d.h. vor 7000 Jahren. Die Kelten hatten also damit nichts zutun, diese kamen erst viel später. Die Steine stehen zumeist an Hängen oder an Bachläufen. Einige Menhire wurden nachträglich “christianisiert”, d.h. der Stein durch christliche Symbole umgestaltet. Ein Vertreter dieser Gattung ist der “Menhir von Saint-Duzec”, welcher sich in
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der Nähe von Penvern im Departement Cote d´ Armor befindet. Der grösste, leider in 3 Teile zerbrochene und liegende Menhir ist der “Grand Menhir von Locmariaquer”, der schlappe 350 Tonnen gewogen hat und 20m hoch war.
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Bisher habe ich die Steine immer als einzelnstehend beschrieben. Sind sie aber manchmal nicht. Es gibt folgende Unterscheidungen:
Alignements (Steinalleen): Steine stehen in einer Reihe hintereinander, wobei dann noch mehrere Reihen nebeneinander verlaufen können. Die berühmtesten und grössten Steinalleen findet man in Carnac. Hier ist der “Alignement von Ménec”, wo über 1000 Menhire in 11 parallelen Reihen aufgestellt sind. Anmerkung: Nachträglich wieder aufgestellte Steine sind rosa markiert.
Enceintes (Steingehege): Die sind aber in der Bretagne selten. Es sind meistens ein viereckige Arrange- ments, die nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet sind. Ich habe mir noch keine angesehen. Daher keine weiteren Auskünfte.
Cromlec´h (Steinkreis): Wie der Name schon sagt, sind die Menhire hier als Kreis oder Halbkreis angeordnet. Ein weiterer Name für eine solche Anordnung ist Enceintes circulaires.
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Bei den nun folgenden Bauwerken, die natürlich auch der Megalitenkultur angehören, ist die Wissenschaft weiter. Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um Begräbnisstätten handelt. Leider wird in der Literatur ein und dasselbe Objekt oft anders bezeichnet. Dadurch ist es für mich schwierig, durchzusteigen. Daher sind diese Auflistungen, bis ich mir sicher bin, ohne Gewähr..
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Dolmen: Dieses ist ein Gebilde aus grossen aufrechtstehenden Steinen, aus denen eine Grabkammer gebildet wird. Diese kann rund, aber auch eckig sein. Die Kammer wird nach oben durch einem grossen, flachen Deckstein verschlossen.
Gangdolmen: Bei dem auch als Dolmen á Couloir bezeichneten Dolmen ist die Grabkammer am Ende eines Ganges, der auch durch grosse Steine errichtet wurde. Diese Form ist die älteste und wurde bis ca. 4000 Jahre v. Chr. angewendet. Später wurden die Grabkammern auch seitlich am Gang angeordnet. Ein Gangdolmen kann auch eine L-Form aufweisen.
Allée Courverte (Steinkistengrab): Dieses sind Langgräber. Bei ihnen wurde einfach die Grabkammer, die auch geteilt sein kann, verlängert.
Tumulus: Dieses sind grosse Erdhaufen, unter denen sich ein Dolmen befindet. Ein bemerkenswertes Exemplar ist “Der grosse Tumulus Saint-Michel” bei Carnac. Er ist so gross, dass auf ihm sogar eine Kapelle bequem Platz hat.
Cairn: Entspricht einem Tumulus mit einem kleinen Unterschied. Der Hügel besteht nicht aus Erde, sondern es wurden Steine um den Dolmen aufgeschichtet. Unbedingt den “Cairn von Barnenez” bei Plouezoc´h (grob: bei Morlaix) ansehen. Der Cairn hat 11 Grabkammern um die etwa 2000 m³ Steine aufgeschichtet wurden. Unnötig zu sagen, dass es Jahrhunderte dauerte bis der Bau vollendet war. Wie man auf dem Bild links unten sieht, wurden Cairn teilweise auch ohne Dolmen gebaut.
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So und jetzt eine Aufgabe:
Der in meiner Urlaubsbeschreibung erwähnte “La Roches aux Fées” habe ich in Büchern sowohl als Ganggrab als auch als Allée Couvert bezeichnet gesehen. Was ist er aber nun? Es handelt sich um einen Dolmen mit geteilter Grabkammer, einen Vorraum und einen Portikus, der etwa 2500 v. Chr. entstanden ist. Müsste also eigentlich meiner Meinung nach eine Allée Couverte sein. Aber mit Vorraum? Ob meine Einschätzung stimmt? Ist auch eine recht massive Ausführung für eine Allée Couverte. Also doch ein Ganggrab? Oh weh!!! Also ich sag nur noch Dolmen zu ihm. Damit liege ich doch richtig. Oder??
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Innenansichten: Eine Grabkammer beim “Cairn von Barnenez” und der “La Roches aux Fées”
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