Dieser markante 78m hohe Berg wurde schon von den Kelten und später von den Römern als Kultstätte genutzt. Im Jahr 709 zerstörte eine Flutwelle Dörfer und Wälder rund um den Berg. Der später heiliggesprochene Saint Aubert, der damalige Bischof von Avranches, wurde vom Erzengel Michael beauftragt (auf die leichten Schläge auf den Kopf möchte ich hier nicht näher eingehen), auf dem Berg eine Kapelle zu bauen. Hier lebte dann ein Gruppe Mönche. Im Jahr 966 bauten dann Benedektiner Mönche, die von Richard Ohnefurcht (ja das waren noch Namen) eingesetzt wurden, eine frühromanische Karolingerkirche. 1017 bis 1144 wurde dann eine grössere Kirche auf den Gipfel gestellt und die alte Kirche wurde als Krypta und Unterbau genutzt. Später wurde der Berg nochmals erweitert und befestigt. Zwischenzeitlich sind viele Architekturepochen hier verarbeitet. Erwähnenswert ist auch, dass in dieser Bucht ein sehr starker Tidenhub herrscht (12m). Daher kommt die Flut wirklich sauschnell. Man sollte sich deshalb nicht verleiten lassen, sich bei Ebbe ohne Führer oder Vorkenntnisse weit in die Bucht zu wagen.
Wer meint, eine S-Bahn im Berufsverkehr sei voll, der soll mal in der Hauptsaison hierher kommen. Aber wenn man in der Gegend ist, dann ist eine Besichtigung des Felsens ein Muss. (Genauso war es für mich ein Muss, dieses Bild zu machen. Weil dieses im absoluten Halteverbot geschah, gilt mein besonderer Dank der Gendarmerie, die von mir anfänglich unbemerkt mit laufendem Motor hinter mir stand und geduldig wartete, bis diese Aufnahme im Kasten war und ich mich eingecremt hatte).