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Pointe de Grouin

Der Aussichtspunkt liegt nur wenige Kilometer nördlich von Cancale. Der Blick von der 50m hohen Klippe stimmt mich dann wieder auf die Bretagne ein. Man hat von hier aus einen herrlichen Blick vom Cap Fréhel über Granville bis zum berühmten Mont-Saint-Michel und man kann sich so herrlich entspannen. Hier erlebte ich im Jahr 2001 den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens, und hatte natürlich keinen Fotoapparat dabei. Aber die Farben und die Stimmung hätte man damit ohnehin nicht einfangen können.

Auf dem linken Bild sieht man die Insel “Ile des Landes”, die als Vogel- schutzreservat dient und dem Pointe Grouin vorgelagert ist. Das Segel- schiff auf der Aufnahme müsste die “Cancallaise” sein. Ich habe sie als reizvolles Motiv durch Zufall aufgenommen. Die Geschichte dieses Schiffes war mir damals noch nicht bekannt.

Am nächsten Tag ginge es über die Küstenstrasse nach Saint Malo. Der Ort ist eine ehemaliges Kosarenstädtchen. Ein Korsar ist übrigens nicht mit einem Piraten gleich zusetzen. Ein Pirat ist, na wir ein Selbständiger.

Ein Korsar dagegen plündert im Auftrag eines Landes. Kleiner aber feiner Unterschied. Korsaren unterstanden im Gegensatz zu Piraten dem Kriegsrecht. Der Name Korsar kam übrigens durch deren Taktik, die Opfer schnell einzukreisen (corsa = Rennen). Die 1944 zu 80% zerstörte Stadt wurde danach in Anlehnung am alten Stil wieder aufgebaut. Sie umgibt eine Stadtmauer, auf der man beim Rundgang viele schöne Motive findet. Über den Damm des Gezeitenkraftwerke ging es dann weiter Richtung Westen. Der Küste entlang ging es zum Cap Fréhel. Dieses Vogelschutzgebiet gehört auch zu den Punkten in der Bretagne, die man gesehen haben soll. Auf dem 1950 wieder aufgebauten Leuchtturm kann man übrigens hinaufsteigen, für einen Eintrittspreis, den jeder selbst festlegen kann. Auf dem Bild unten links ist der Blick vom Leuchtturm Richtung Fort La Latte, das man schemenhaft auf der

Landspitze im Hintergrund erkennen kann. Da es an diesem Tag recht trübe war, kommt leider die Farbenpracht der Pflanzen nicht zur Geltung. Machte aber nichts. Wer genauer Filme ansieht, hat das Fort La Latte bestimmt schon gesehen. Für die Älteren: der Film “Die Wikinger” mit Kirk Douglas wurde 1957 hier gedreht. Für die Jüngeren: in einem Werbefilm der Firma Lycos musste das Fort im Jahre 2000 als schottisches Schloss herhalten. Weil ich 1991 schon einmal hier war, ersparte ich mir den Abstieg zur Burg, und widmete mich lieber der Creperie oberhalb des Parkplatzes. Genauer galt meine Interesse den Gallettes mit Jakobsmuscheln. Einfach lecker. (Rechts: Kleines Virago-Tourenfahrer- Treffen auf dem Parkplatz am Fort)

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