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Eine Schönheit, die Katharinenkirche in Oppenheim
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Habe fertig. Das Ende einer Dienstfahrt in Oppenhem
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Nun aber zur Rundfahrt. Diese führt uns zunächst auf der B9 Richtung Worms. Auf der linken Seite befindet sich die Ober- rheinische Tiefebene, die sich von Mainz bis Basel erstreckt und am Horizont kann man den Odenwald sehen. Früher, als der Rhein noch nicht begradigt war, schlängelte sich der Fluss durch das Tal. Überbleibsel davon sind noch die. Altrheinarme. Damals kam es oft zu Überschwemmungen, die auch für einen neuen Verlauf des Rheines sorgten. In einem solchen Gebiet lag auch der Ort Mauchenheim. Im Jahr 1819, nach einem Dammbruch, stand der Ort wieder unter Wasser und die Einwohner hatten die Schnauze voll. So wurde unter dem Gross- herzog Ludwig I von Hessen beschlossen, den Ort an einer höheren Stelle zu bauen, der dann bis 1830 bezogen wurde. Der neue Ort bekam den Namen Ludwigshöhe, dies
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ist also der Ort, den wir nach Dienheim durch- fahren. Noch was Geschichtliches. Der Name Rheinhessen entstand nach dem Wiener Kongress 1816, als diese Gegend dem in Darmstadt residierenden hessischen Grossherzog zugeordnet wurde. Heute liegt diese Gegend in Rheinland-Pfalz, was ganz nützlich ist, weil die Rheinhessen die Hessen noch nie leiden konnten. Genug der Politik. Weiter geht es auf der Ortsumgehungsstrasse um Guntersblum und nach wenigen Kilometern erst links ab Richtung Gimsheim und dann weiter nach Eich. Vor dem Ort fallen links die Industrieanlagen auf, mit Öltanks und abfackelndem Gas. Und wer vermutet, hier könnte Öl gefördert werden, der liegt richtig. Und wenn man offenen Auges durch die Gegend fährt, so entdeckt man auch Hammerkopfpumpen wie in Texas. Zugeben, bei uns wird dann doch etwas weniger Erdöl abgebaut, aber immerhin soll hier die grösste Erdölförderung im süddeutschen Raum sein.
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Und wer sich mit der Entstehung von Erdöl auskennt, der wird schon jetzt darüberstolpern, dass hier einmal ein Meer gewesen sein muss, denn Erdöl entsteht, wenn Fossilien sich auf dem Boden des Meeres ablagern und durch eine Sandschicht überdeckt werden. Und in der Tat, hier gab es tatsächlich einmal ein Meer, Doch dazu komme ich später. Nun geht es erst einmal durch Eich Richtung Germersheim. Wer die zumeist leere Strasse dieses Ortes befährt, der sollte doch mal zum Vergleich meine Seite über die Motorradsegnung ansehen. Diese findet immer am Samstag zwei Wochen nach Ostern statt und der Ort ist dann voller Motorräder. Bevor man die Germersheimer- Fähre erreicht, geht es auf dem Hochwasserdamm rechts ab Richtung Hamm. Wer sich einmal eine ursprüngliche Rheinlandschaft ansehen
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will, der sollte aber doch mit der Fähre übersetzen und zum Kühkopf fahren. Hier kann man noch einen Altrheinarm mit seiner ursprünglichen Vegetation sehen. Ein idealer Brutplatz für Stechfliegen (Schnaken), dies aber nur ein dezenter Hinweis. Als es den Rheingraben noch nicht gab, floss der Urrhein über Osthofen und Alzey direkt nach Bingen. Ist aber schon lange her. Die Orte, durch die wir jetzt fahren lebten, wen wundert es, früher vom Fischfang. Bekannt wurde Hamm auch dadurch, dass eine Familie dem Räuber Schinderhannes hier einmal einen Unterschlupf bot. In Rheindürkkeim verlassen wir nun den Rhein und es geht wieder zurück zur B9. Nächstes Ziel ist Osthofen. Wenn man den Schildern “Zur Gedenkstätte” folgt, kommt man zum ehemaligen Konzentrationslager Osthofen, eines der ersten in Deutschland. Dies war zwar kein Vernichtungslager, aber zeigt auch auf, zu welchen unmenschlichen Taten der Mensch fähig ist. Dieses “Umerziehungslager” wurde von Anna Seghers, die eine gebürtige Mainzerin war, mit dem Buch “Das siebte Kreuz” literarisch festgehalten.
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Nach wenigen Metern auf der Hauptstrasse geht es dann rechts ab in Richtung Bechtheim. Nun geht es wieder aus der Tiefebene heraus und man blickt wieder auf viele Reben und die Augen streichen über die Tiefebene zum Odenwald. Wen es interessiert, Bechtheim ist bekannt für seine romanische Basilika. Da ich ein Fan der Gotik bin, habe ich mich mit dieser Kirche nie beschäftigt. Im Ort geht es auf der Hauptstrasse rechts ab zur B9. An der nächsten Kreuzung geht es links ab Richtung Alsheim und weiter nach Gutersblum. Der Ort ist bekannt für sein Kellerwegfest. In den Kellern, wie soll es anders sein, wird natürlich der Wein gelagert und wegen des Hochwassers liegen die Keller etwas höher am Hang. Mehr Infos zum Ort und der Umgebung bekommt man auf der Homepage der Verbandgemeinde Guntersblum. Unsere Reise geht aber weiter auf das Plateau und an der Abzweigung links ab nach Eimsheim. Im Ort noch mal links nach Wintersheim und wenn man dann an einen Funkturm und einem Wasserwerk vorbei kommt, ist man richtig. Dies ist wieder eine Strasse, von der man aus weit in das Land sehen kann. Nach dem Ort Dorn-Dürkheim geht es geradeaus über die Kreuzung, dann nach ein paar Kilometern wieder links ab nach Dittelsheim-Heßloch. Wer in Dittelsheim den Schildern Weinkastel Kloppberg folgt, erreicht einen rhein-
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hessischen Bikertreff. In Dittelsheim steht eine Kirche, deren Glockenturm eine aussergewöhnliche Bauform hat. Diese gibt es in Rheinhessen fünf Mal und sind einmalig in Europa. Wer in Guntersblum schon einmal genau hingesehen hat, fand hier eine Kirche mit zwei derartigen Türmen. Das Model in Dittelsheim hat auch, wie ansonsten üblich, kein Kreuz auf der Spitze. Nach neueren Untersuchungen sind diese Kirchtürme der byzantinischen Architektur nachempfunden und wurden durch Kreuzfahrer nach ihrem Kreuzzug hier gebaut. Man wollte so auf Bethlehem hinweisen. In Heßloch biegen wir dann rechts ab Richtung Worms. Man hat nun letztmalig die Chance in die Tiefebene und zum Odenwald zu sehen, denn an der nächsten Kreuzung geht es rechts ab Richtung Alzey. Auf dieser Strasse durchfahren wir auch Hochborn, welcher durch den Spott Stephan Raabs berühmt wurde, da der Ort früher einmal Blödesheim hiess. Hier oben, auf einer der höchsten Erhebungen von Rheinhessen ist auch ein alter Park von Windkraftanlagen zu sehen, aber wie man erkennt, spriessen sie zur Zeit wie Pilze aus dem Boden. Schräg links, der auffallende Berg ist der Donnersberg, ein ehemaliger Vulkan, der die höchste Erhebung der Pfalz ist. Links im Hintergrund erkennt man auch den Pfälzer Wald, während schräg rechts vor einem der Hunsrück und ganz rechts der Taunus liegt. Durch Alzey geht es weiter auf der Strasse Richtung Kirchheim-Bolanden. Wenn man nach Alzey die Kuppe erreicht, geht links ein Feldweg zum Wartbergturm. Man kann hier in Ruhe sich noch einmal Alles von oben ansehen. Bei der Weiterfahrt geht es zunächst in Richtung Donnersberg, aber nach der Autobahn geht es rechts ab Richtung Mauchenheim. Nächstes Ziel ist Weinheim. Kurz nach dem Ortsanfang geht es rechts ab zum beschilderten Naturdenkmal Drift. Wie man auf dem linken Bild
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erkennt, gab es hier einmal, genauer vor 35 Millionen Jahren, ein Meer und wir befinden uns jetzt im ehemaligen Küstengebiet. Und in dieser Sandwand erkennt man noch Muscheln und andere Fossilien. Natürlich gibt es in dieser Gegend noch weitere Hinterlassen- schaften, wie z.B. die Brandungsküsten von Siefersheim und Eckelsheim. Letztere wurde zwischenzeitlich zum Schutze mit einer Sandschicht geschützt und soll später wieder öffentlich zugänglich werden. Aber um mal ein Gefühl für diese Thematik zu bekommen, ist die Weinheimer Drift gut geeignet. Eine Tafel gibt noch weitere Infos dazu, Zu ihr kommt man , wenn man plötzlich nicht mehr weiter weiss und sich für den linken, wenn auch gesperrten Weg entscheidet. Wer sich für die Heilige Hildegard von Bingen interessiert, in Bermersheim von der Höhe ist ihr Geburtsort und dort steht noch ihre Taufkapelle. Für den Rest geht es weiter zurück auf die Hauptstrasse und weiter nach Offenheim und von da aus nach Bechenheim. Wenn man da die Kreuzung Richtung Nieder Wiesen überfährt, bekommt die Landschaft einen völlig anderen Charakter und es wird einem klar, warum diese Gegend hier Rheinhessische Schweiz heisst.
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In Nieder Wiesen hält man sich nach dem Ortseingang links und fährt um einen Hof herum. Man erreicht hier eine Furt. Früher war sie für die Pferde sehr beliebt, die hier noch einmal trinken konnten, wenn sie aus dem Feld kommend Richtung Stall trabten. Keine Angst bei der Durchfahrt, ist nicht sonderlich tief. Nun geht es über eine schöne kurvenreiche Strecke nach Wendelsheim. Zweimal rechts abbiegen und es geht über eine Bergrenn- strecke nach Nack, vorbei am Teufelsrutsch. In Nack links nach Erbes-Büdesheim. Wer sich für Postgeschichte interessiert ist hier richtig. Enthusiasten haben hier in mühevoller Kleinarbeit ein Museum über die rhein- hessische Postgeschichte ins Leben gerufen, das durchaus sehenswert ist. Ansonsten geht es nach links Richtung Bad Kreuznach. Auf dieser schnellen Strecke, die wieder durch Wendelsheim führt, kann man sehen, warum Rheinhessen das Land der tausend Berge heisst. Später auf die Schilder achten, denn wir wollen nach Eckelsheim. In den Steinbrüchen kann man wieder etwas von der Erdgeschichte sehen, aber das Betreten ist verboten.
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Es geht vorbei an einer Kirchenruine, der Beller Kirche. Hier wurde früher ein Markt abgehalten, heute wird der Ort für Veranstaltungen genutzt. Nun geht es über Wöllstein links ab nach Siefersheim. Hier wirken die Kräuterhexen, und wer will, sollte an einer Führung teilnehmen. Ausserdem finden auch in Rheinhessen auf vielen Weingütern Veranstaltungen statt. Stellvertretend könnt ihr ja mal beim Weingut Moebus in Siefersheim auf der Homepage nachsehen. Es gibt hier noch zwei Besonderheiten. Ausser dass Christine eine begeisterte Motorradfahrerin ist, so hatten wir uns überhaupt kennen gelernt, ist sie auch noch eine der Siefersheimer Kräuterhexen und ihr Weingut hat eine Kuhkapelle. Nicht dass wir hier in Rheinhessen sehr fromme Kühe haben, der Name kommt von der Bauform des Kuhstalles, der mit einem Kreuzgewölbe ausgestattet ist, wie es in Kapellen üblich war. Die Kühe sind heute draussen, dafür hat man nun einen gemütlichen Raum um sei Woische zu trinke. Nun geht es weiter nach Wonsheim und die erste Möglichkeit rechts ab nach Neu Bamberg
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Richtung Bingen. Am Ortseingang von Bingen sieht man links eine Nahebrücke. Sie ist die älteste Steinbrücke Deutschlands. Aber auch wenn sie Drusus-Brücke heisst, von den Römern ist sie nicht. Am Rhein geht es nach rechts. Wer will kann sich ja mal die Rheinpromenade ansehen. Am Rheinufer steht auch noch ein mittelalterlicher Kran. Nach dem Bahnhof nach rechts und die nächste Strasse nach links, hinauf auf den Rochusberg. Oben angelangt geht es nach links zur Rochuskapelle, die nach der Pest in Bingen gebaut wurde, nach rechts geht es auf den Scharlachberg. Hier befindet sich am Ende der Strasse ein Türmchen, von dem man einen schönen Blick auf das beginnende Mittelrheintal, incl. dem bekannten Mäuseturm hat. Niederwalddenkmal und Rüdesheim wären weiter rechts auf dem Bild zu sehen. Man hat einen schönen Rundblick von hier oben.
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Zur Weiterfahrt geht es wieder den Berg hinunter und weiter Richtung Ingelheim. In Bingen Kempten, links über die Eisenbahnlinie abbiegen und an der Ampel rechts nach Oggenheim, dort wieder links nach Gau-Algesheim, wo es auch einen recht schönen Marktplatz und ein noch besseres Eis gibt. Dann geht es weiter nach Ingelheim, wo es mir nicht so gefällt. Sie sind stolz auf die Kaiserpalz, kennt man die Gosslerer Pfalz, findet man diese hier nicht so prickelnd. Sehenswert ist hier aber die Burgkirche. In Ingelheim biegt man an der Ampel bei der Post rechts ab Richtung Schwabenheim. Der Weg zur Kirche ist beschildert. Von der alten Stadtbefestigung gibt es in der Gegend auch noch was zu sehen.
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Ansonsten geht es wieder nach Schwabenheim. Dort kommt man an dem Brunnen vorbei, der installiert wurde, als Schwabenheim an die Wasserversorgung angeschlossen wurde. Auf der Spitze steht eine Figur, die hier als Paulchen bekannt ist. Diesen Brunnen sollte man sich einmal an Ostern ansehen. Da ist er sehr liebevoll mit lauter Ostereiern dekoriert. Weiter geht die Fahrt über Stadecken und Partenheim wieder an den Kreisel am Wolfsheimer Sender. Nur geht es jetzt nicht nach rechts Richtung Bingen, sondern nach links Richtung Wörrstadt. Wenn die Kurven beginnen, ist in der ersten Linkskurve auf der rechten Seite ein Tisch und ein Bänkchen.
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Nierstein-Schwabsburg
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Von Schwabsburg aus geht es weiter nach Mommenheim, die zweite Strasse nach rechts und weiter Richtung Nackenheim. Wir haben nun wieder den Rhein erreicht und im Ort halten wir uns dann wieder rechts Richtung Worms. Der berühmteste Sohn dieses Ortes dürfte Carl Zuckmayer sein, der Stücke wie “Des Teufels General”, “Der Hauptmann von Köpenick” und “Der fröhliche Weinberg” geschrieben hat. Hier gibt es auch eine Zuckmayer-Gesellschaft bei der Laienschauspieler in einem Weingut Stücke aufführen. Die Strasse nach Nierstein ist dann wieder ein echtes Highlight. Links der Fluss, der hier besonders breit ist. In Nierstein angekommenn sollte man sich den Ort auch
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