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Schwarzwald

Mein Zelt hatte ich Sommer 2003 auf dem Campingplatz Belchenblick im Münstertal aufgebaut. Und so startete ich von hier aus am nächsten Tag auf der L123 Richtung Belchen. Doch dann folgte ich dem Schild Schauinsland und gelangte über eine schmale Strasse (K4957) durch den kühlen Wald langsam den Berg hinauf, bis zum Gasthaus Griesshübel. Dort kehrte ich einmal kurz ein. Dann ging es weiter Richtung Schauinsland. Mein Ziel war der dortige Aussichtsturm (unten rechts). Auf dem Plateau angekommen hatte ich den ersten freien Blick über den Schwarzwald. Und machte schon ein Foto (siehe unten). Doch solche Ausblicke sollte ich au meiner Tour noch mehr sehen. Nun ging es weiter, links ab bis zum Beginn der Bergrennstrecke, die für Motorräder an Feiertagen und am Wochenende gesperrt ist. Meine XV wurde geparkt und zu Fuss ging es durch den Wald bis

zum naheliegenden Aussichtsturm. Von hier aus kann man sich gut orientieren. Als ich mir das Panorama ansah, entdeckte ich auch schon mein nächstes Ziel, die Kandel. Also zurück zum Motorrad, und auf der gekommenen Landstrasse

zurück. Auf die Bergrennstrecke (170 Kurven auf 11 km) hatte ich heute keine Lust. Mir war es mehr danach durch die Gegend zu cruisen. Also fuhr ich zur L126 Richtung Kirchzarten. Hier fühlte ich mich, als sei ich ein Motorrad bei der Tour de France. Fahrrad- fahrer sind im Schwarzwald jede Menge anzutreffen. Und welche langen Steigungen sie dabei bewältigen, dem kann ich nur meinen Respekt ausdrücken. Auf dieser Bundesstrasse jedenfalls tobten sie mit 70 km/h talwärts und bei den Kehren wurde über die Gegen-

fahrbahn ausgeholt, um dieses schnell nehmen zu können. So gelangte ich aus den Bergen heraus in ein breites Tal. Dies wurde schnell durchquert und bei St. Peter hatte ich dann wieder meine gewünschte Kulisse. Für das bekannte Kloster hatte ich kein Auge. Ich war auf der Suche nach dem Schild Glottertal, weil es mir den richtigen Weg zeigen würde. Ich wurde auch schnell fündig, verliess aber wieder die Strasse, weil es rechts ab Richtung Kandel ging. Jetzt wurde das Tempo verschärft und schnell war die Bergkuppe erreicht und ab ging es über phantastischen Kurven den Berg hinunter bis nach Waldkirch (Und weil es so schön war, bin ich nochmals zurück auf die Kuppe gefahren. Und jetzt hatte ich auch die Zeit, mich mit Motorradfahrern zu unterhalten und die Gegend auf mich wirken zu lassen. Danach ging es nun endgültig nach Waldkirch. Dort angekommen, ging es auf der B242 nördlich bis Bleibach..

Und von hier aus über Simonswald Richtung Wildgutach. Über diese sehr schmale kurvenreiche Strasse (immer geradeaus) ging es bis zu einer Einmündung, wo man links schon das nächste Ziel sah, die Hexenlochmühle. Nach dem Mittagessen wurde auf der Strasse wieder gedreht und ich fuhr geradeaus weiter, bis ich die L128 erreicht hatte. Zwar wurde mein nächstes Ziel, der Titisee, schon angezeigt, dennoch bog ich nach rechts ab. Der Grund lag darin, weil ich über den Hirschsprung fahren wollte. Also ging es über St. Märgen weiter der L128 hinunter bis auf die B31 nun wirklich Richtung Titisee. Die Strasse ist vielbefahren und eigentlich ziemlich langweilig, wenn da nicht die Schlucht wäre, auf

dessen Felsen ein vergoldeter Hirsch steht (Bild rechts). Von jetzt an wurde auf das Schild Ravenna-Schlucht (Bild ganz rechts) geachtet. Kurze Zeit später verliess ich die Bundesstrasse und erreichte den Parklatz unterhalb der Schlucht, bei einem, wie soll ich mich Ausdrücken, Bereich der sich sehr auf Touristen spezialisiert hat. Dennoch muss ich sagen, die eigentliche Schlucht ist wirklich sehr schön und kann nur zu Fuss besichtigt werden. Die Kühle darin war für mich sehr wohltuend, genauso wie der Schatten. Später ginge es dann weiter auf der Bundesstrasse um den Titisee  herum. Der schnelle Weg war über die B317 nach Todnau, der schönere, den  ich an einem anderen Tag fuhr, war über St. Blasien, Präg, ebenfalls wieder auf die B317, diesmal

 aber etwas südlich von Todnau. Also wurde von hier aus links abgebogen und kurz darauf dem Schild Münstertal gefolgt. Diese Strecke zum Belchen hat mir sehr gelegen und ich fuhr sie wirklich an jedem Tag meines verlängerten Wochenende.

 So erreichte ich die Talstation der Seilbahn, die früher einmal auf dem Expogelände stand. Mit dem Fahrzeug kommt man heute nicht mehr auf den Gipfel. Also wurden die letzten Meter in einer Gondel bewältigt. Der Belchen (Bild links), so finde ich ist der schönste Berg im Schwarzwald. Es gibt hier einen Panoramaweg, auf dem man in kurzer Zeit einmal um die Kuppe geht und wirklich in jedes Tal blicken kann. Bei meinen Besuchen war die Sicht aber immer sehr diesig, so dass man nicht einmal bis in die Vogesen sehen konnte. Bei klarer Sicht ist aber ein Blick in die Alpen möglich sein. Wieder am Motorrad angelangt, ging es wieder zurück bis zur Abzweigung und dann links ab weiter Richtung Münstertal. Hier kann man es wieder richtig die Kurven wetzen, aber nicht übertreiben, nicht das auch diese Strecke für Motorräder am Wochenende unbefahrbar wird.

Am nächsten Tag ging es ohne meinem Toren- planer der Nase nach Richtung Süden, bis ich bei Laufenburg den Rhein erreichte (Bild unten). So ging es auch mal in die Schweiz. Das Städtchen war, sowohl auf der deutschen, wie auch auf der schweizer Seite, sehenswert. Dann ging es wieder zurück Richtung Belchen. In den Schwarzwald um Freiburg bin ich einfach vernarrt. Nach einer sehr schmerzlichen Trennung 1996 wollte ich eigentlich nie mehr hierher kommen. Aber nun denke ich, dass ich wohl wieder öfters hier anzutreffen sein werde.

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